Technische/r Produktdesigner/in

Berufsbild im Wandel

„Technische/r Produktdesigner/in“ ist seit 2005 ein anerkannter Ausbildungsberuf, mit einer Dauer von 3,5 Jahren und löste den seit 1947 bestehenden Ausbildungsberuf “Technische/r Zeichner/in“ ab. Er wird in den Fachrichtungen Produktgestaltung und -konstruktion sowie in Maschinen- und Anlagenkonstruktion angeboten.

Überblick: 

Technische Produktdesigner/innen sind an der Planung, Entwicklung und am Design technischer Produkte und Bauteile beteiligt. Anhand technischer Vorgaben und unter Berücksichtigung von Fertigungsverfahren und Werkstoffeigenschaften erstellen Technische Produktdesigner/innen 3D- Datensätze und Dokumentationen für geplante Bauteile, planen und koordinieren die Arbeitsabläufe und Konstruktionsprozesse und beurteilen schließlich die Arbeitsergebnisse.

Aufgaben und Tätigkeiten: 

Die Aufgaben von Technischen Produktdesigner/innen sind vielfältig. Im Detail gehören zu den Tätigkeiten u.a. die Anfertigung von dreidimensionalen Ansichten, Skizzen, Entwürfen und Konstruktionsunterlagen sowie die Berechnung von Längen, Flächen, Volumen, Masse und Schwerpunkt eines Bauteils, bevor dieses produziert werden kann. Zudem muss der/die Technische Produktdesigner/in eine Kostenkalkulation für Material, Entwicklung und Fertigung des entsprechenden Produktes erstellen und in die Planungen mit einbeziehen. Jeder neue Auftrag stellt somit eine neue Herausforderung für den/die Technische/n Produktdesigner/in dar, was diesen Beruf so spannend und einzigartig macht.

Arbeitsbereiche und Branchen: 

Technische Produktdesigner/innen entwerfen und konstruieren Produkte und technische Erzeugnisse nach Kundenvorgaben und arbeiten hauptsächlich in Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen von Industrieunternehmen, Konstruktionsbüros und Ingenieurdienstleistern. Technische Produktdesigner/innen der Fachrichtung Produktgestaltung und –konstruktion sind überwiegend in der Automobil-, Flugzeug-, Möbel-, Konsumgüter- und Verpackungsindustrie sowie in der Medizintechnik tätig. Dagegen finden sich Technische Produktdesigner/innen der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion hauptsächlich im Maschinen-. Anlagen-, und Apparatebau der Schiff-, Luftfahrt-, und Automobilindustrie wieder.

Lerninhalte: 

Nach dem Berufsbildungsgesetz ist keine bestimmte Schulbildung für die Ausbildung vorgeschrieben. Gute Kenntnisse in Schulfächern wie Mathematik, Physik, (Informations-)Technik und Wirtschaft bilden jedoch die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss, da die Arbeit als Technische/r Produktdesigner/in u.a. die Einschätzung der Belastbarkeit und/oder Flexibilität von Bauteilen und somit gute Kenntnisse über die entsprechenden Materialeigenschaften voraussetzt. Die Berufsschule und die Ausbildungsbetriebe als eigenständige Lernorte bilden in der dualen Berufsausbildung einen gemeinsamen Bildungsauftrag. In der Berufsschule werden allgemeine Lerninhalte und Kompetenzen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderung der Berufsausbildung vermittelt, welche die Auszubildenden dann während der praktischen Phase in den Betrieben vertiefen und anwenden. Darüber hinaus wird in manchen Bundesländern die berufsspezifische Fremdsprachenvermittlung vorausgesetzt, welche somit Aufgabe der Berufsschulen wird.

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