Keine Angst vor großen Tieren: Probleme mit Kollegen und Vorgesetzten lösen

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ hieß es früher. Und das gilt auch heute noch: Auszubildende stehen in der Firmenhierarchie ganz unten. In keinem Unternehmen herrscht immer Sonnenschein und der Ton wird auch mal rauer. Wenn der Ärger aber persönlicher Natur ist und es sich um ein langwieriges Problem handelt, ist Vorsicht geboten. Durch den Ärger mit den Kollegen oder auch dem Chef kann die Ausbildung zu einer Zerreißprobe werden und die Gesamtsituation schlägt sich negativ auf die Arbeitsleistung nieder.

Keine Angst vor großen Tieren

Als Auszubildender hast du Rechte und Pflichten. Diese sind vertraglich geregelt. Bevor du deinem Chef die Paragraphen um die Ohren haust, empfehlen wir dir zunächst die folgenden Hinweise zu beachten:

  1. Die Geschehnisse dokumentieren und selbstkritisch sein:
    Ärger gibt es in jedem Betrieb und auch wenn der Ton mal etwas rauer wird, bedeutet das nicht, dass an dir persönlich etwas ausgesetzt oder kritisiert wird. Daher ist es zunächst wichtig, selbstkritisch zu sein und sich selbst zu hinterfragen: Welche Rolle spielen meine Befindlichkeiten bei diesem Problem? Gibt es überhaupt ein Problem oder handelt es sich nur um eine „hitzige“ Situation? Sollten die Probleme immer wieder in der gleichen Situation oder mit derselben Person auftauchen ist es hilfreich, ein Problemtagebuch zu führen. In diesem Buch werden alle Vorfälle dokumentiert: Um welches Problem handelt es sich? Welche Personen waren an der Situation beteiligt? Das Tagebuch hilft dir dabei, zu reflektieren, wie das Problem entstanden ist.
  2. Das Gespräch suchen:
    Bei gravierenden oder sehr oft auftretenden Problemen ist es wichtig, das Gespräch zu suchen. Zunächst bietet es sich an, die betreffende Person direkt anzusprechen. Formuliere dein Anliegen nicht als Anschuldigung. Verwende statt der Aussage „Sie verhalten sich mir gegenüber unfair“ die Formulierung „Mir ist aufgefallen, dass ich in den letzten vier Wochen sechs Mal zur Reinigung geschickt wurde. Ich würde diese Zeit gerne für meine Ausbildungsaufgaben nutzen.“
  3. Konflikt-Beratung
    Wenn die Kommunikation mit Kollegen oder Vorgesetzten nichts bringt, kannst du nächste Schritte einleiten. Zum einen kannst du dich einer Person im Unternehmen anvertrauen oder auch der Betriebsrat kann dir weiterhelfen. Außerhalb des Unternehmens helfen dir die Berufskammern bei weiteren Lösungsansätzen und Schritten.

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