Deine Probezeit als Azubi

Gerade erst hast Du Deine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner angetreten und sammelst Deine ersten Erfahrungen in deinem Bereich. Für welchen hast Du Dich entschieden? Sammelst Du erste Kenntnisse in der Produktgestaltung und -konstruktion oder in der Maschinen- und Anlagenkonstruktion?

Eigentlich ist das egal, sofern Du mit deiner Entscheidung zufrieden bist. Bist Du Dir sicher, dass Du Dich für etwas entschieden hast, wo Du die nächsten 3-4 Jahre bleiben möchtest? Warum ich Dich frage, wie Du Dich fühlst, möchtest Du wissen? Nun ich sage es Dir: Mit der Unterschrift unter den Ausbildungsvertrag hast Du zunächst Deine Probezeit im Ausbildungsbetrieb begonnen. Noch kannst Du Dich anders entscheiden und einfach kündigen, Dein Chef hat aber auch das Recht, die Zusammenarbeit mit Dir zu kündigen.

Ein Arbeitsvertrag hat immer eine Probezeit, erst bei Deiner Ausbildung aber auch später, wann immer Du eine neue Stelle antrittst. Sie dauert mindestens einen und maximal vier Monate. In dieser Zeit wird Dein Ausbilder schauen, ob dieser Beruf für Dich geeignet ist oder nicht und auch Du solltest genau darauf achten, ob dieser Beruf der richtige für Dich ist. Dein Ausbilder achtet auch auf Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und darauf, ob Du die Aufgaben zu seiner Zufriedenheit umsetzt. Wichtig ist außerdem, dass es kein Kündigungsschutz gibt. Das heißt die Zusammenarbeit kann von beiden Seiten jederzeit und kurzfristig beendet werden. Im Krankheitsfall kann die Probezeit auf Antrag bei der IHK um die versäumte Zeit verlängert werden, wenn Du mehr als 33 Prozent der Probezeit verpasst hast. Bei einem Monat Probezeit wären das, etwa 8 Werktage.
Für (schwangere) Frauen gibt es noch eine Besonderheit: Eine Schwangerschaft musst Du nicht im Bewerbungsgespräch und ebenso wenig in der Probezeit mitteilen, wenn Du das nicht möchtest. Im Falle einer Schwangerschaft gilt ein besonderer Kündigungsschutz.

Für alle gilt: Die Probezeit gehört bereits zur Ausbildungszeit. Wenn Du nun jedoch mit dem Gedanken spielst zu kündigen, solltest Du Dir zuvor über einige Fragen Gedanken machen:

Ist es der Betrieb oder der Beruf über den Du unglücklich bist?
Hast Du Dich schon eingewöhnt?
Gibt es nach der Kündigung eine gute Alternative?
Wenn Du unter 18 Jahren alt bist, musst Du außerdem noch Deine Eltern davon überzeugen.

Vielleicht sitzt Du auch gerade total unglücklich vor dem PC weil Dein Ausbilder die Probezeit mit einer Kündigung vorzeitig beendet hat und Du nun glaubst, jetzt ist alles verloren. Doch auch nach der Kündigung durch den Ausbilder hast Du noch Rechte. Doch das ist ein anderes Thema.

Du siehst, die Probezeit gibt Dir die Möglichkeit in Deine Ausbildung hinein zu schnuppern. Sie gibt Dir außerdem die Möglichkeit, alles noch einmal zu überdenken. Wir wünschen Dir, dass Du bereits Deinen Traumberuf gefunden hast und alles zu Deiner vollsten Zufriedenheit ist. Für den Fall, dass unsere guten Wünsche nichts bringen, heißt es, Kopf hoch und weiter suchen.

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