Bahnfrei – Dein Start in den Beruf

Du bist einer von rund 5000 Menschen, die in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz zum Technischen Produktdesigner bekommen haben? Dann erst mal „Herzlichen Glückwunsch“ hierzu. Dies ist deine Chance in der Produktgestaltung und -konstruktion oder in der Maschinen- und Anlagenkonstruktiondurchzustarten. In deiner Ausbildung lernst du Datensätze und Dokumentation für Bauteile und Baugruppen zu erstellen und zu modifizieren. Das kann sicher nicht jeder, aber du wirst nach Abschluss deiner Ausbildung in 3,5 Jahren genau wissen, was du tust und dich dann fragen: Und jetzt, wie geht es weiter? Genau an dieser Stelle stehst du aber auch jetzt schon. Du hast einen Ausbildungsplatz zum Technischen Produktdesigner ergattert. Und nun? Ein Kinderspiel? Im Leben nicht!

Organisatorisch gibt es eine Menge zu klären. Viele neue Themen prasseln auf dich ein.

Die Krankenkasse klopft an. Deine Schulzeit endet mit dem Schulabschluss. Daher solltest du nachfragen, ob damit auch die Familienversicherung und der Schutz durch die Eltern endet? „Kein Plan!“, denkst du vielleicht und vielleicht auch noch „Was kostet die Welt?“ Nun, was die Welt kostet, kann dir vermutlich niemand sagen. Die Frage nach deiner Krankenversicherung beantworten jedoch schon. Weißt du welche Anforderungen du an deine Krankenkasse stellst? Bist du mit deiner jetzigen Krankenkasse eigentlich ganz zufrieden? Dann rufe diese an und vereinbare einen Beratungstermin. Das gleiche gilt auch für Versicherungen.

Möglicherweise klärt sich dann recht schnell, ob du weiterhin familienversichert bist oder nicht. Familienversichert bleibt man in der Regel auch noch einen Teil der Ausbildungszeit. Die Familienversicherung geht auf jeden Fall bis zum 18. Lebensjahr. Sie kann manchmal aber auch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bestehen bleiben. Reiche deiner Krankenkasse deshalb einen Nachweis über deine Ausbildung ein.

Auch bei der Ausbildung gibt es noch eine organisatorische Herausforderung für dich: denAusbildungsvertrag. Generell gilt zuerst lesen, dann unterschreiben. Rückfragen klärst du am besten vor der Unterschrift, denn ist ein Vertrag erst einmal unterschrieben, kann man ihn schwer anfechten. Nicht jeder versteht bei seinem ersten Vertrag gleich alles. Bitte deinen Arbeitgeber also den Vertrag in Ruhe lesen und ihn auch mit nach Hause nehmen zu dürfen. Hier kannst du den Vertrag dann in aller Ruhe durchgehen, dich gegebenenfalls mit deinen Eltern besprechen, Rückfragen zu überlegen und am nächsten Tag mit deinem Chef darüber zu sprechen und den Vertrag dann unterschreiben. In dem Vertrag sind unter anderem Arbeitszeit, -dauer, -ort, Tätigkeit, Pausenregelung, Probezeit, Urlaubszeit, Krankheit und Kündigung geregelt.
Probezeiten gibt es bei jedem Arbeits- und Ausbildungsvertrag. Diese dauert mindestens einen und maximal vier Monate. In der Probezeit kann der Arbeitsvertrag von beiden Seiten (Chef und Azubi) gelöst werden, wenn es zu unlösbaren Problemen kommt.

Auch der Umgang mit dem Chef oder den Kollegen ist für viele Azubis ungewohnt, denn die Kollegen und der Chef sind weder Freunde noch Feinde, sondern einfach Menschen, die dir täglich begegnen. Mit gegenseitigem Respekt und Akzeptanz der persönlichen Grenzen lernt man seine Kollegen und den Chef meist schnell besser kennen.

Wir wünschen den neuen Auszubildenden viel Erfolg beim Start in die Berufswelt.

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