Ausbildung abgebrochen – Das Leben geht weiter!

Vielleicht hast Du vor kurzem eine Ausbildung zum technischen Produktdesigner begonnen und musstest nun feststellen, dass dieser Beruf überhaupt nichts für Dich ist. Vielleicht hat auch Dein Ausbildungsbetrieb Dir die Kündigung ausgesprochen, weil Deine Arbeitsmotivation eine andere war als die erwartete oder Du einfach nicht in den Betrieb passt. Vielleicht liegt Dir auch das Thema „Ausbildung“ einfach nicht und Du möchtest lieber studieren.

Fakt ist: Gründe für den Ausbildungsabbruch gibt es sicherlich wie Sand am Meer und jeder ist auf seine Weise individuell. Eine Gemeinsamkeit haben alle Gründe. Dein Leben geht weiter und Du bist um eine Erfahrung reicher.
Fakt ist: Mit dem Abbruch der Ausbildung kommt nun ein wenig Arbeit auf Dich zu, denn Du musst herausfinden, woran es liegt, dass es zum Abbruch kam. Stell Dir diese Frage einmal selber und sei ehrlich Dir selbst gegenüber. War es das falsche Thema, die falsche Tätigkeit oder vielleicht auch der falsche Ort? In diesem Fall hilft Dir vielleicht das Arbeitsamt weiter mit einem sogenannten „Berufsfindungstest“.

Klingt schaurig, ist es in manchen Fällen auch, aber er gibt Aufschluss über die eigenen Kompetenzen. Manche behaupten auch, es ginge um die Interessen. Aber sind wir doch ehrlich – nicht in allen Dingen, für die wir uns interessieren, sind wir gut und kompetent. Hier sitzt man aber auf dem gleichen Missverständnis auf, denn ohne ein gewisses Interesse an dem Job, ist jeder Job nur ein Mittel, um Geld zu verdienen, aber ganz sicher keine Lebensaufgabe. Dein Job sollte Dich interessieren, die Tätigkeit reizvoll sein, sonst schleppst Du Dich doch nur jeden Morgen mit Bauchschmerzen dorthin.

Wenn aber nicht Du derjenige warst, der die Ausbildung einseitig beendete, dann solltest Du Dich fragen: Lag es möglicherweise am nicht vorhandenen Kommunikationstalent? Bist Du Deinem Chef irgendwie krumm gekommen, auf den Schlips getreten oder kamst Du mit den Kollegen nicht zu Recht? Möglicherweise hast Du auch kein Talent Deine Arbeit zu organisieren, hinterlässt Dein Arbeitsmaterial überall und versinkst in Chaos, erscheinst zu spät zur Arbeit oder hast anderweitige Probleme, die Deine Arbeit behindern oder erschweren. In diesem Fall solltest Du mal über Deine Stärken und Schwächen nachdenken. Die sogenannten „Softskills“, zu denen auch Pünktlichkeit, Ordentlichkeit und Kommunikation gehören, kann man nicht nachträglich erwerben. Es gibt jedoch Möglichkeiten, das Problem anderweitig zu lösen. Kommst Du zum Beispiel zu jedem Deiner Termine 5 Minuten zu spät, trägst Du Dir den Termin in Zukunft 5 Minuten früher ein und stellst Dir die Uhr 5 Minuten vor. Im Fall vom totalen Chaos hilft nur eins: Du willst es jetzt vielleicht nicht hören, aber einmal ordentlich aufräumen und alles, was man im Laufe des Arbeitstages in die Hand genommen hat, zum Ende des Tages, wieder dahin zurückzustellen woher man es genommen hat, hilft.

Im Fall von Kommunikationsunfähigkeit, gibt es drei Möglichkeiten: Entweder Du redest zu viel oder zu wenig oder immer nur das Falsche. Im Fall von eins hilft es, sich mal ein wenig zurückzunehmen- die anderen wollen auch einmal zu Wort kommen. Im Fall von zwei würden sich die anderen wünschen, Du würdest etwas mehr sagen- mach das! Im Fall von drei helfen zwei Dinge, bestenfalls gut kombiniert – Zuhören und Nachdenken.
Nachdem Du nun weißt, wie Du die Probleme in Deiner Ausbildung reflektieren und zukünftig vermeiden kannst, habe ich noch zwei letzte Hinweise:

Auch bei Abbruch der Ausbildung steht Dir ein Zeugnis zu. Fordere es ein!
Melde Dich beim Arbeitsamt ausbildungssuchend oder mach Dich auf die Suche nach einem geeigneten Studium. Ach ja – auch hier gibt es Bewerbungsfristen, die Du bitte einhalten solltest.

0Antworten an Ausbildung abgebrochen - Das Leben geht weiter!"

Hinterlassen Sie eine Nachricht

Kurssuche