Abmahnung von Auszubildenden

Eine Abmahnung ist eine ernste Angelegenheit und bietet trotzdem viele Chancen für das Ausbildungsverhältnis.

Die Gründe für eine Abmahnung sind vielfältig und die Abmahnung ist nur rechtswirksam, wenn sie korrekt formuliert ist und das Fehlverhalten des Auszubildenden ganz konkret benannt ist.

  • Häufige unbegründete Unpünktlichkeit
  • Missachtung von Arbeitsanweisungen
  • Unhöflichkeit gegenüber Vorgesetzten
  • Unentschuldigtes Fehlen
  • Androhung von Krankfeiern
  • Verspätete Krankmeldung
  • Straftaten
  • Schlafen im Dienst (auch nach einer größeren Party sollte man am nächsten Morgen ausgeschlafen bei der Arbeit erscheinen)

Nachdem die Abmahnung in den Briefkasten geflattert ist, sollte der Auszubildende unbedingt das Gespräch mit dem Ausbilder suchen. Einer Abmahnung sind häufig schon viele Warnschüsse vorausgegangen, der Ausbilder hat den Azubi meist mündlich darauf hingewiesen, dass das Verhalten nicht gewünscht oder unangebracht ist. Die schriftliche Abmahnung ist ein Zeichen dafür, dass es so mit der Ausbildung nicht weiter gehen kann und der Ausbilder mit dem Auszubildenden nun nach einer Lösung für die zukünftige Zusammenarbeit suchen will.

Im Gespräch sollte der Abgemahnte nicht nach irgendwelchen Gründen für das Fehlverhalten suchen, sondern klar und deutlich zu den eigenen Fehlern stehen. Ein guter Ausbilder analysiert gemeinsam mit dem Auszubildenden welche Faktoren zu dem unerwünschten Verhalten geführt hat und arbeitet mit dem Azubi an einem Maßnahmen-Plan, um zukünftige Abmahnungen zu vermeiden und eine gemeinsame Zusammenarbeit möglich zu machen.

Eine Abmahnung an sich ist noch keine Katastrophe, kommt jedoch mindestens eine weitere hinzu, kann dieses zu einer fristlosen Kündigung führen. Nach der ersten Abmahnung sollte daher unbedingt die Gelegenheit genutzt werden, das eigene Verhalten zu überdenken und zu verbessern.

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